27 | 05 | 2018
Neueste Beiträge
Letzte Einsätze
Bildergalerie

Brennt landwirtschaftliches Fahrzeug

„Brennt landwirtschaftliches Fahrzeug zwischen Wendhausen und Reinstorf“...

... so lautete die Einsatzmeldung für den Zug „Mitte“ der Samtgemeindefeuerwehr Ostheide. Als die Feuerwehren aus Bavendorf, Holzen, Reinstorf und Wendhausen eintrafen, bot sich ein ganz anderes Bild.

Ein PKW klemmte unter einem Anhänger, Fahrer und Beifahrer waren in Ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Der verletzte Fahrer des Treckers in der Fahrerkabine und eine weitere Person im angrenzenden Feld mussten ebenfalls betreut werden.

Mit dieser Übung hatte sich der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Reinstorf, Christoph Brohm, eine echte Herausforderung für seine Kameraden erdacht. Das Einsatzgeschehen gestaltete sich noch schwieriger als bekannt wurde, dass eine unbekannte Flüssigkeit aus einem Kanister auslief. Die Aufkleber auf dem Kanister verhießen nichts „Gutes“. Der Befehl: “Rückzug, einrichten einer Sperrzone, vorrücken nur mit Atemschutz“. Nach genauer Identifizierung des Stoffes im Kanister konnte dann Entwarnung gegeben werden.

In der Zwischenzeit waren auch die Kommunikationsgruppe aus Neetze mit dem Einsatzleitwagen und die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK mit drei Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort.

Die Feuerwehren übergaben die Betreuung der Verletzten an die Rettungskräfte. Nun galt es die eingeklemmten Personen sach- und fachgerecht aus ihrem Fahrzeug zu befreien, in enger Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst, konnte der Beifahrer nach herausschneiden der Tür, zügig gerettet und in den RTW verbracht werden. Der Zugang zum  Fahrer war deutlich schwerer, außerdem sorgte eine angebliche Verschlechterung seines Zustandes für zusätzlichen Druck auf die Einsatzkräfte. Also hieß es „Eilrettung“, d.h. mit geringstem Aufwand die schnellstmögliche Rettung durchführen. So konnte auch der verletzte Fahrer in den RTW gebracht werden.

Bei der anschließenden Einsatzbesprechung bei Bratwurst und Getränken, lobte Christoph Brohm die tolle und realistische Unfalldarstellung der Verletzten durch Bettina Suhm die Leiterin der Gruppe „Realistische Unfalldarstellung“ des DRK. Auch die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst wurde nochmals hervorgehoben.

Ein paar kritische Anmerkungen gab es auch, aber für so etwas sind Übungen ja auch da, denn wer immer alles perfekt kann, braucht nicht zu üben.

 

Rettungskräfte warten am Rand des Sperrgebietes

 

Öffnung der Beifahrertür mit dem Spreizer