15 | 12 | 2017
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Gefährliche Stoffe..., Gefahrgut..., Gefahrstoff...?

Diese Schlagwörter sind aus dem Alltag einer Feuerwehr nicht mehr wegzudenken. Immer öfter werden die Einsatzkräfte alarmiert um Umweltgefahren, die auf verschiedenste Art und Weise auftreten, zu bekämpfen. Sei es ausgelaufenes Brom in einer Schule, Gasgeruch oder das Auslaufen von großen Mengen Kraftstoffen.

Die Annehmlichkeiten des modernen Lebens beruhen oft auf der Verwendung von chemischen Stoffen, z.b. der Kraftstoff zum Autofahren oder zum Heizen, oder die kleinen Helfer, die den Hausputz einfacher machen. Kaum einer denkt beim Putzen daran das es bei der falschen Verwendung von Haushaltsreinigern zum Auftreten von giftigen Gasen oder ätzenden Stoffen kommen kann.
Dazu kommen die vielen Stoffe die in der Industrie verarbeitet werden.

Auch in der Samtgemeinde Ostheide gibt es diverse Firmen, die mit Gefahrstoffen arbeiten und beliefert werden. Auf den Strassen fahren täglich viele LKW mit Gefahrgutladung.

Das sind die Gründe dafür, dass bei der Feuerwehr Personal und Ausrüstung für den Gefahrguteinsatz vorgehalten wird. Die Feuerwehrleute, die bei einem solchen Einsatz ausrücken und an „vorderster Front" arbeiten, haben eine spezielle Ausbildung im Umgang mit den auftretenden Gefahren und der entsprechenden Ausrüstung. Diese Kenntnisse werden Ihnen in entsprechenden Unterweisungen und Übungen vermittelt.

Seit 1. Juli 2004 verfügt die Feuerwehr Ostheide über eine eigene Gefahrgut-Gruppe. Insgesamt sechs Chemikalienschutzanzüge (CSA) stehen den Trägern aus der Ostheide für den Ersteinsatz zur Verfügung.

Bei einer evtl. Alarmierung stößt immer die Gefahrgut-Gruppe des Landkreises Lüneburg  dazu. Die Gruppe der Samtgemeinde Ostheide soll lediglich den Ersteinsatz sicherstellen und weiterhin mit CSA-Trägern unterstützen.

Die Gefahrgut-Gruppe wird geleitet von Wolfgang Gellrich, Reinstorf, sein Stellvertreter ist HLM Wilfried Niebur aus Sülbeck.

Einteilung der Gefahrgut-Gruppe Ostheide:

Gruppenführer: 1.HFM Gellrich 
Stv. Gruppenführer: HLM Niebur
LF 10/6, Ortsfeuerwehr Vastorf, Stärke 1/8
LF 16/12, Stützpunktfeuerwehr Reinstorf, Stärke 1/8
LF 10/6, Stützpunktfeuerwehr Neetze, Stärke 1/8 mit Fm (SB) aus Süttorf
TSF-w, Ortsfeuerwehr Wendhausen, Stärke 1/5  

Die sechs CSA werden auf dem LF 10/6 der Ortsfeuerwehr Vastorf gelagert. Ebenso die dazugehörige Ausrüstung wie Trainingsanzüge, Unterziehhandschuhe, Ex-Ox- Gerät, Planen usw. Das Fahrzeug wird mit Gruppenstärke (darunter 2 CSA-Träger aus Vastorf und 1 CSA-Träger aus Bavendorf) besetzt. Die Kameraden vom LF Vastorf gehen als erster Trupp vor. Kameraden aus Wendhausen unterstützen hierbei und rüsten sich als Reservetrupp aus.

Kameraden der Reinstorfer Wehr übernehmen die Atemschutzüberwachung sowie gemeinsam mit Kameraden der Vastorfer Wehr, die Sicherheitsabsperrung, grundsätzlich 50 m bei unbekannten Stoffen.

Kameraden aus Wendhausen und Neetze bauen bis hin zur Absperrgrenze den 3-teiligen Löschangriff (Wasser, Pulver, Schaum) in Stellung.

Abschließend wird ein Dekon-Platz von Kameraden der Reinstorfer Wehr eingerichtet. Dort findet die Grobreinigung der Trupps statt.

Dies alles sorgt dafür, dass bei Unfällen mit Gefahrstoffen schnell und richtig geholfen werden kann.

Die Gefahrgutgruppe kann jederzeit über die FEL

NOTRUF 112

alarmiert werden.

 


 

Gefahrguteinsätze gemeinsam bewältigen

Bleckede, Dahlenburg und Ostheide arbeiten bei Gefahrgutunfällen zukünftig enger zusammen

Nach wenigen Gesprächen waren sich die Gruppenführer der Gefahrgutgruppen sowie die Stadt- und Gemeindebrandmeister aus Bleckede, Dahlenburg und der Ostheide einig:
Tagsüber reicht eine Gefahrgutgruppe zur Abarbeitung einer Schadenslage unter Chemikalienschutzanzügen nicht aus.

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