Was passiert bei einem Verkehrsunfall?

Ein Fahrer landet frontal mit seinem Auto an einem Baum, Rauch kommt aus der Motorhaube. Am 6. September zum Glück nur eine Vorführung.
Im Rahmen der Dorf- und Kulturtage in Bavendorf zeigten die Ortsfeuerwehren Reinstorf und Bavendorf gemeinsam die Rettung einer eingeklemmten Person bei einem Verkehrsunfall. Mike Heuser aus Reinstorf erklärte dabei fachkundig dem Publikum, was die Einsatzkräfte tun und wie man dabei den Patienten schont. Als fiktiven Fahrer bzw. Patienten fand sich Oskar Neumann, selbst Mitglied in der Jugendfeuerwehr und noch ohne Führerschein – ein interessanter Perspektivwechsel also.
Nach Erkundung der Lage und Löschen des Brandes wurden Zugänge in das Auto geschaffen, um den Patienten zu betreuen, zu versorgen und später zu retten. Die Fensterscheiben wurden mittels Folie daran gehindert in das Auto zu splittern. Ein Federkörner machte den Rest. Hierbei wird der Patient mit Helm und Plastikscheibe vor etwaigen Splittern geschützt.
Um die Wirbelsäule zu schonen wurden danach sowohl die Türen als auch die B-Säule entfernt. Hierfür kam hydraulisches Gerät zum Einsatz, welches mittlerweile mit Akku betrieben wird. Die scharfen Schnittkanten am Auto wurden danach abgedeckt und der Patient mit einem Rettungsbrett aus dem Fahrzeug gehoben. Hierbei fassen möglichst viele Einsatzkräfte mit an. Durch diese Rettungsweise kann die Wirbelsäule geschont werden. Dass dabei das Fahrzeug ruhig bleibt, liegt an Hölzern mit denen das Fahrzeug vorab stabilisiert wurde. Im Ernstfall wäre mehr Personal alarmiert und mehr Gerätschaft auch zur Absicherung gegen Ausfall vor Ort gewesen.
Dankbar für den Applaus und die Aufmerksamkeit schob Mike Heuser noch einen kurzen Werbeblock ein: „Wir machen das alle ehrenamtlich und können immer Verstärkung gebrauchen. Wir haben Aufgaben für jede und jeden. Sprecht uns gerne an.“

Foto: FF Ostheide – Claas Steinhauer
Text: FF Ostheide – Claas Steinhauer

Die Fotos dürfen für die ereignisbezogene Berichterstattung verwendet werden.